Wort zu Sonntag 18.09.2021

Alle sollen eins sein!

Im Abschiedsgebet im Johannesevangelium betet Jesus Christus für alle, die an ihn glauben: „Alle sollen eins sein“ (Joh 17,20a ökumenische Einheitsübersetzung 1980).
Betrachtet man dagegen die Realität, so ist sie ein eklatanter Verstoß gegen den Auftrag Jesu zur Einheit, ein „Skandalon“, ein „Ärgernis“.
Um an der Einheit der Christinnen und Christen (in Vielfalt) zu arbeiten, wurde vor 25 Jahren die ACK Backnang, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen, gegründet. Am Sonntag in einer Woche begeht sie dieses Jubiläum.
„Die Mitglieder der ACK glauben an Jesus Christus als das Haupt der Kirche und den Herrn der Welt. Ihre Grundlage ist das Wort Gottes, wie es die Heilige Schrift bezeugt. Sie erkennen das Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel (381) als Auslegung der Heiligen Schrift an“, so heißt es in der Satzung.
Die Ziele der ACK sind, gemeinsam Gott zu bezeugen, Vorurteile abzubauen, einander besser kennen zu lernen, Toleranz und Verständnis füreinander zu fördern sowie die gemeinsamen Interessen der Christinnen und Christen zu vertreten.
In Sachsenweiler steht bei der Grundschule, wo die Mennonitengemeinde im Sommer immer wieder Gottesdienst feierte, ein Baum. Der Stamm dieses Baumes verzweigt sich in Bodennähe in sieben Stämme und kräftige Äste. Für mich kann das ein Symbol für die Backnanger ACK sein. Sieben Stämme, die in verschiedene Richtungen ragen, aber eine gemeinsame Basis und Wurzel haben. Die Früchte sind an allen Ästen die gleichen. So gibt es auch in Backnang sieben Konfessionen, die der ACK angehören und für verschiedene Glaubensrichtungen stehen. Doch die Wurzel ist allen sieben gemein: Gott. Und die Früchte an den verschiedenen Stämmen unterscheiden sich so, wie sie sich auch an ein und demselben Stamm unterscheiden. Bei diesem Baum ist es so, dass er ganz unten, an der Basis, noch eins ist, dann erst, nach oben hin, sich verzweigt.
Ökumene gedeiht oftmals unten, an der Basis, bei Ihnen und mir. Pflegen wir sie alle gemeinsam. „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Matthäus 7,16).

Klaus Herberts ist Mitgründer und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Backnang


Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder

Am zweiten Sonntag im Dezember – dem 12. Dezember 2021 – gedenkt die ACK Backnang in internationaler Gemeinschaft (Worldwide Candle Lighting Day) verstorbener Kinder. Der Gedenkgottesdienst findet um 16:00 Uhr {nach der derzeitigen Planung} in der methodistischen Zionskirche (Albertstraße 9) in Kooperation mit den Kinderhospizdiensten statt. Auch Eltern, die wegen einer Fehlgeburt trauern, sind dazu herzlich eingeladen.

Themenabend Kirchenglocken

Am Dienstag, 16. November 2021 findet um 19:30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Sachsenweiler ein ökumenischer Themenabend zu Glocken statt. Glocken haben in den verschiedenen Konfessionen eine unterschiedliche Bedeutung. Doch selbst viele Kirchgänger/innen wissen nicht, warum und wann Glocken außer zu Gottesdiensten läuten. Dekan i. R. Dieter Eisenhardt sowie Vertreter/innen weiterer Konfessionen vermitteln bei dieser Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Backnang Einblicke.

Ökumene: ACK-Jubiläum am 26. September 2021

Helles Licht in bunten Farben

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Backnang ist 25 Jahre alt. Am Sonntagnachmittag begeht sie das Jubiläum mit einem Gottesdienst, Kinderprogramm, Begegnung und einem Vortrag des Rundfunkjournalisten Andreas Malessa. Dazu sind Menschen verschiedensten Glaubens, Christinnen wie Nichtchristen, eingeladen.
Im März 1996 gründeten vier Kirchen die ACK Backnang: die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde, die griechisch-orthodoxe Gemeinde, die evangelische und die katholische Gesamtkirchengemeinde. Inzwischen sind mit den Baptisten, den Mennoniten, der Neuapostolische Kirche und der Biblischen Gemeinde vier weitere dazugekommen. Die Ökumene ist in Backnang ein Erfolgsmodell – nicht nur quantitativ, auch qualitativ.
Am Sonntag, begeht die ACK Backnang am Nachmittag ihr 25jähriges Jubiläum. Alle Programmpunkte finden auf dem Stiftshof statt. Bei Regen wird, soweit möglich, in die Stiftskirche ausgewichen.
Um 14:30 Uhr wird auf dem Stiftshof ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, bei dem natürlich alle sieben ACK-Mitgliedskirchen mitwirken. Auch die Griechisch-orthodoxe Gemeinde wurde dazu eingeladen, beteiligt sich zum großen Bedauern des ACK-Vorsitzenden und Mitgründers Klaus Herberts jedoch seit 25 Jahren nicht mehr an der ACK-Arbeit.
Anschließend, also gegen 15:30 Uhr, gibt es auf dem Stiftshof eine Zeit der Begegnung. Auf Kinder und Jugendliche warten vielfältige Angebote von der Hüpfburg über Kicker bis zur Rennbahn. Zu Livemusik gibt es Kaffee, Tee und Kuchen. „Was ich schon immer ‚mal fragen wollte …“: Mitarbeitende der ACK und der Mitgliedskirchen stehen mit Informationen zu Gesprächen und für Fragen zur Verfügung. Wer möchte, kann sich segnen lassen.
Um 17:00 Uhr schließlich spricht der bekannte Fernsehmoderator, Rundfunkjournalist und Publizist Andreas Malessa über „Helles Licht in bunten Farben“. Gegen 18 Uhr wird die Veranstaltung beendet sein, sodass zuhause die ersten stabileren Hochrechnungen zur Bundestagswahl verfolgt werden können.
Das Jubiläum steht unter dem Motto „Helles Licht in bunten Farben“. Damit wird darauf angespielt, dass weißes Licht physikalisch quasi eine Mischung aus den Farben des Regenbogens ist. Das Licht steht für Jesus Christus, nach dem Johannesevangelium das Licht der Welt. Der Regenbogen steht für den Bund Gottes mit den Menschen. Das eine, helle Licht erscheint zwar in verschiedenen Farben – und in verschiedenen Konfessionen, es handelt sich aber um das eine Licht, das aus Gott hervorgeht.
Die Veranstaltung ist modular aufgebaut, die Teilnahme an nur einzelnen Teilen möglich.
WICHTIG: Für die Teilnahme gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet)!
Wer keine Möglichkeit hat, sich gegebenenfalls vorher testen zu lassen, kann das vor Ort nachholen.

„Judas“ – Theatermonolog mit Austausch am 9. Oktober 2021

„Kein Kreuzestod – würden Sie das wollen?“

Corona-verschoben lädt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Backnang (ACK) im Herbst dazu ein, sich mit Judas auseinanderzusetzen. Am Samstag, 9. Oktober 2021 wird um 19:30 Uhr in der Backnanger Christkönigskirche (Seelacher Weg 33, Saalöffnung um 19 Uhr) „Judas“ von Lot Vekemans aufgeführt. Inszeniert und gespielt wird das Stück von Knut Landsgesell.
Der Name Judas steht für Verrat und ist ausschließlich negativ besetzt. Die niederländische Schriftstellerin – und mit ihr Knut Landsgesell – versetzt sich in die Situation von Judas. Was wäre, wenn Judas Jesus nicht verraten hätte? „Kein Kreuzestod – würden Sie das wollen?“ Oder war es die Hoffnung, der Messias möge die Menschen zum Aufstand gegen die römische Besatzung führen? Das Stück versucht, Judas‘ Motive und Ziele freizulegen. Es wirft viele Fragen auf, gibt aber keine eindeutigen Antworten. Denn die Zuschauer/innen sollen sich selbst mit der Sichtweise auf Judas beschäftigen.
Wer will, kann dazu zum anschließenden Gespräch mit Theolog/inn/en verschiedener Kirchen bleiben und sich über seine Fragen mit anderen austauschen.
Karten mit freier Platzwahl zum Preis von 10 € (für Familien, junge Menschen, Menschen mit wenig Geld ermäßigt 8 €) gibt es ab Mitte August beim Backnanger C-Treff (https://c-treff.de), Restkarten (12 bzw. 10 €) an der Abendkasse.

Für die Teilnahme gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet)!
Nutzen sie die Möglichkeit, Ihre Karten beim C-Treff im Vorverkauf zu erwerben.

Nachruf

Trauer um Birgit Steinhäußer
„Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch.“ (J. A. Bengel)
Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Backnang trauert um Birgit Steinhäußer, die nach schwerer Krankheit viel zu früh am
16. Mai 2021 verstorben ist. Viele Jahre war Birgit Steinhäußer aus der Matthäuskirchengemeinde als Delegierte bzw. stellvertretende Delegierte der evangelischen Gesamtkirchengemeinde tätig.
Ihr offenes Wort bereicherte die Delegiertenversammlung.
Die Zeltkirche war für sie eine Sternstunde. Im Gegensatz zu anderen legte die Diakonin auf ihren Titel bescheiden und evangeliumsgemäß keinen Wert. Dankbar blicken wir auf die gemeinsamen Jahre zurück.
Das Mitgefühl der Delegierten gilt ihren (teils noch minderjährigen) Kindern und ihrem Ehemann.

8. Mai: 76 Jahre Kriegsende | ACK lädt zum Friedensgebet zuhause ein

Am 8. Mai 1945 ging für Deutschland der Zweite Weltkrieg zu Ende. In Westdeutschland dürfen Menschen seit 76 Jahren in (zumindest äußerem) Frieden leben – so lange, wie in keinem der letzten Jahrhunderte. Daran gedenken und erinnern, dafür danken und für den Frieden beten, das will eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Backnang. Sie soll nun, falls das dann möglich sein wird, um ein weiteres Jahr auf Samstag, den 7. Mai 2022 verschoben werden. Die ACK hofft, dass der Zeitzeuge Ewald Tränkle dann noch als Mitwirkender zur Verfügung steht. Um das wichtige Gedenken und Danken nicht wieder gänzlich ausfallen zu lassen, hat sich ein Arbeitskreis der ACK eine Alternative überlegt.

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Gedenken an das Kriegsende vor 76 Jahren in veränderter Form

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Backnang lädt ein zum Gedenken an das Kriegsende vor 76 Jahren am kommenden Samstag, dem 8. Mai. Um 18 Uhr läuten die Backnanger Glocken zum Gebet – zuhause, online oder im Freien. Den Handzettel mit dem Ablauf und Gebet finden Sie hier.

Download “Hausgebet zu 76 Jahre Kriegsende am 8. Mai 2021” ACK-2021-05-08-Hausgebet-76-Jahre-Kriegsende-8.-Mai-Handzettel-www.pdf – 202-mal heruntergeladen – 345 kB

Gedenken an Corona-Opfer | ACK greift Steinmeiers Initiative am Sonntag auf

Am kommenden Sonntag wird in den Gottesdiensten der Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Backnang der Corona-Opfer gedacht.
Anstoß dazu war die Ankündigung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, am 18. April der Coronatoten zu gedenken. „Wir zeigen unser Mitgefühl mit denen, die einsam sterben und denen, die um sie trauern. Wir trauern mit ihnen und wollen zeigen, wir stehen zusammen – gerade in diesen dunklen Zeiten. Dafür steht das Licht, das uns den Weg in hellere Tage weist.“ Josef Klein-Schwartz aus der katholischen Seelsorgeeinheit regte an, das Gedenken auch vor Ort spürbar nach Backnang zu holen.

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ACK-Kanzeltausch am Zweiten Fasten-Sonntag

Immer am zweiten Fasten- bzw. Passionssonntag – in diesem Jahr also am kommen Sonntag, dem 28. Februar – findet in den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Backnang ein Kanzeltausch statt. Kanzeltausch bedeutet: Die Predigenden wechseln ökumenisch die Gemeinde. Die Gemeinde und der/die Gottesdienstleiter/in bleiben am gewohnten Ort und lernen Predigende aus anderen Konfessionen kennen. Natürlich bietet der Kanzeltausch auch eine Gelegenheit, einmal eine andere Kirche zu besuchen und den Gottesdienst dort zu erleben.

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