09.11.2018 | 80. Jahrestag der Reichspogromnacht

Ein Weg durch Backnang am 9. November & Film

Erinnerung und Verantwortung

80. Jahrestag der Reichspogromnacht | Ein Weg durch Backnang am 9. November & Film

Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, wurden im ganzen Deutschen Reich über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört bzw. geschändet. Menschen jüdischen Glaubens wurden misshandelt und ermordet, Zehntausende in Konzentrationslager verschleppt – Jahre vor der „Endlösung der Judenfrage“. Die Reichs­pogromnacht, auch Reichskristallnacht genannt, das waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich. Sie markiert den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Judenverfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. Am Ende standen die Ermordung von sechs Millionen Juden sowie der Untergang des Deutschen Reichs.

Am Freitag, dem 9. November jährt sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht. Deswegen findet um 18:00 Uhr unter dem Leitgedanken Erinnerung und Verantwortung ein Weg durch Backnang anlässlich des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht statt. Er beginnt auf dem Stiftshof und endet gegen 19:30  Uhr an der Sulzbacher Brücke. Beteiligt sind Schüler/innen, Oberbürgermeister Dr. Nopper, Mitglieder des Gemeinderats,
Klarinettistinnen und der Posaunenchor sowie Engagierte aus Backnanger Kirchengemeinden. Es empfiehlt sich, dem Wetter angemessene, warme Kleidung zu tragen.

Um 20:00 Uhr zeigt das Kino Universum (in der Sulzbacher Straße) den Film „Kaddisch für einen Freund“.
Er wird am Dienstag, 13. November um 17.00 Uhr nochmals gezeigt.
Für diesen Teil werden die üblichen Eintrittspreise des Universums verlangt.

Es ist möglich, an beiden Teilen oder auch nur an einem von beiden teilzunehmen.

Ausgerichtet wird das Gedenken von der ACK Backnang, der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen.

Klaus Herberts

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